Eisenmangel (Sideropenie) Fachportal

Willkommen im Infonetz für Eisenmangel. Eisen ist eines der wichtigsten Spurenelemente im menschlichen Körper. Es ist verantwortlich für die Bildung der roten Blutkörperchen und den Aufbau des Immunsystems. Wir informieren Sie unabhängig und umfassend. 

Eisenmangel – eine oftmals unentdeckte Mangelerscheinung

Eisenmangel im BlutEisen unterstützt die Funktion der Muskelzellen.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der tägliche Bedarf an Eisen bei 10 Milligramm für Männer. Für Frauen werden aufgrund der Menstruationsblutungen bis zu den Wechseljahren 15 Milligramm empfohlen.

Aber auch während der Schwangerschaft und Stillzeit haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf. Ein chronischer Eisenmangel hat gravierende Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leidet knapp ein Drittel der Bevölkerung an Eisenmangel.

Der Körper nimmt Eisen ausschließlich mit der Nahrung auf. Fleisch, Vollkornprodukte, Feldsalat, Hülsenfrüchte und Rote Bete zählen dabei zu den wichtigsten Eisenlieferanten in der Nahrungskette. Bis zu einer bestimmten Menge können Leber und Milz überschüssiges Eisen speichern und bei Bedarf wieder an den Organismus abgeben. Eisenmangel entsteht, sobald diese Reserven aufgebraucht sind. Da die typischen Symptome wie Kopfschmerzen, Kälteempfindlichkeit oder Müdigkeit nicht sofort auftreten, bleibt Eisenmangel oftmals lange Zeit unentdeckt. Er wird oft erst im Rahmen eines Check-ups diagnostiziert.

Welcher Personenkreis ist von einem Eisenmangel betroffen?

Eisenmangel kann jeden treffen, egal ob Mann oder Frau und gleich welchen Alters. Eine der Hauptursachen ist einseitige und unzureichende Ernährung ohne Obst und Gemüse. Aber auch der Konsum von Koffein und Alkohol sowie die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Eisenaufnahme behindern und folglich zu einem Eisenmangel führen. Darüber hinaus besteht bei folgenden Personen ein erhöhtes Risiko:

  •         Frauen im gebärfähigen Alter aufgrund der Regelblutungen,
  •         Frauen und Männer mit inneren Blutungen als Folge von Krebs und Tumoren,
  •         Personen mit starkem und häufigem Nasenbluten sowie
  •         regelmäßige Blutspender.

Einen wesentlich höheren Eisenbedarf haben auch Leistungssportler sowie Schwerst- und Hitzearbeiter, denn mit jedem Liter Schweiß verliert der Körper rund 1,2 Milligramm Eisen. Ebenso kann starker Blutverlust infolge eines Unfalls oder einer Operation zu akutem Eisenmangel führen.

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Ursachen für einen Eisenmangel

Die Ursachen für einen Eisenmangel können auch in einer chronischen Erkrankung des Magen-Darm-Traktes liegen. Trotz ausreichender Zufuhr von Eisen über die Nahrung ist der Körper nicht in der Lage, dieses an sich zu binden und zu verwerten.

Stattdessen wird es mit dem Stuhl oder Urin wieder ausgeschieden. Bei älteren Menschen kann es aufgrund einer gestörten Magen- oder Darmfunktion sowie durch Herzschwäche und Nierenversagen zu einem Eisenmangel kommen. Außerdem haben Senioren im Gegensatz zu jungen Menschen andere Ernährungsgewohnheiten und bevorzugen oftmals Lebensmittel, die leicht zu kauen und zu schlucken sind.

Warum Eisen für den Körper so wichtig ist

Frau nimmt Eisen als Nahrungsergänzungsmittel einEisen ist für die Bildung des Hämoglobins, das den Sauerstofftransport im Blut übernimmt, zuständig. Bei bestehendem Eisenmangel wird nicht mehr genügend Hämoglobin gebildet, was zu einer Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff führt.

Im fortgeschrittenen Stadium kann ein Eisenmangel zur Blutarmut oder Anämie, aber auch zu einer Erkrankung anderer Organe führen. Die Folgen sind eine verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sowie eine blasse Haut, brüchige Haare und Fingernägel.

Diagnose eines Eisenmangel

Einen Eisenmangel kann nur der Arzt feststellen

Symptome wie Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf, häufige Kopfschmerzen, Vergesslichkeit oder Konzentrationsschwäche assoziieren viele Menschen mit dem Alltagsstress. Die Beschwerden können auch auf einen Eisenmangel hindeuten. Eine genaue und verlässliche Diagnose stellt nur der Arzt, da neben einem Eisenmangel auch andere Krankheiten für diese Symptome die Ursache sein können.

Nach einer eingehenden Anamnese befragt der Art den Patienten nach seinen Ernährungsgewohnheiten und dem Auftreten eventueller Blutungen. Danach nimmt er eine Blutprobe, um die Eisenwerte zu bestimmen. Bei Eisenmangel sind die Anzahl der roten Blutkörperchen, die Menge des Blutfarbstoffs und des Eisenspeichereiweißes, dem Ferritin, stark vermindert. Dagegen ist der Wert für das Eisentransporteiweiß, auch Transferrin genannt, im Blut erhöht, da es weniger Eisen an sich gebunden hat.

Liegt ein Eisenmangel vor, gilt es nach der Ursache zu suchen. Neben einer falschen Ernährung kann auch ein unbemerkter Blutverlust, eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes oder im schlimmsten Fall sogar eine Krebserkrankung dahinterstecken.

In diesem Fall wird der behandelnde Arzt den Patienten an einen Spezialisten überweisen. Ein ernährungsbedingter Eisenmangel lässt sich durch eine grundlegende Ernährungsumstellung und die Einnahme von Eisenpräparaten gut therapieren. Insbesondere werdende und stillende Mütter, regelmäßige Blutspender, Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase sowie Leistungssportler sollten auf eine eisenreiche Kost achten, um einen Eisenmangel vorzubeugen.

Die Blutarmut durch fehlendes Eisen

Die Eisenmangelanämie stellt eine Art der Blutarmut dar. Dabei leidet der Organismus unter einer niedrigen Eisenproduktion – dies behindert die Bildung neuer Blutzellen.

 

Das Eisen im Körper des Menschen

Im Schnitt befinden sich weniger als fünf Gramm Eisen im Körper eines Menschen. Im Blut sammelt sich der Großteil des Eisengehalts im Organismus. Einerseits lagert es sich am Transporteiweiß Transferrin an, andererseits an das Hämoglobin. Bei einer Eisenmangelanämie stört das fehlende Eisen im roten Blutfarbstoff den Transport von Sauerstoff. Durch den Abbau der Blutzellen erfolgt eine Wiederverwertung der körpereigenen Eisenvorräte.

 

Eine durch Eisenmangel verursachte Anämie

Bei einer Blutarmut durch mangelndes Eisenvorkommen im Körper handelt es sich um eine Krankheit des blutbildenden Systems. Der physiologische Eisenanteil im Organismus vermindert sich drastisch. Dadurch reduziert sich der rote Blutfarbstoff. Erythrozyten benötigen Eisen zur Herstellung des Hämoglobins. Im Regelfall folgt die Anämie einer Verwertungsstörung. Häufig tritt eine solche während der Schwangerschaft auf. Blutarmut durch Eisenmangel stellt die häufigste Art der Anämie dar. Dabei leiden vorwiegend Frauen an dieser Erkrankung. Sie bilden 80 Prozent der Betroffenen.

 

Die Symptome einer Anämie durch Eisenmangel

Bei einer Eisenmangelanämie wirken Betroffene auffallend blass. Speziell die Schleimhäute und die Haut betrifft diese Bleiche. Durch das fehlende Eisen kommt es zu Haarausfall und Haarbruch. In der Regel brechen die Fingernägel. Dünne Hautpartien – beispielsweise an den Mundwinkeln – reißen auf und die Schleimhäute entzünden sich. Patienten klagen über Zungenschmerzen und Schluckbeschwerden. Des Weiteren wirken Menschen mit einer Eisenmangelanämie stets müde. Anfälle von Schwindel bilden den Regelfall. Da der Mangel an Eisen die Produktion des Hämoglobins stört, entsteht dadurch die Blutarmut. Somit gilt die Eisenmangelanämie als häufig auftretende Mangelkrankheit.

Allgemeine Symptome bilden die körperliche Schwäche und Kopfschmerzen. Ebenso weist eine Belastungsdyspnose auf einen akuten Mangel an Eisen und Spurenelementen hin. Am Anfang einer solchen Krankheit klagen Patienten über eine mangelnde Konzentration. Trockene und juckende Hautpartien zählen zu den Haut- und Schleimhautsymptomen. Partieller Ausschlag und Rillen in den Fingernägeln stellen äußerliche Anzeichen dar.

 

Die Ursachen einer Anämie durch Eisenmangel

Zu einer Eisenmangelanämie führen folgende Ursachen:

  • Resorptionsstörung im Dünndarm
  • mangelhafte Ernährung
  • chronische Blutungen
  • mangelnde Förderstoffe wie Vitamin C
  • mangelnde Hemmstoffe (Nüsse, Eier, Milchprodukte)

 

Mediziner verwenden Blutproben, um eine durch Eisenmangel hervorgerufene Anämie zu entdecken. Spezielle Untersuchungsformen führen zu einer Ursachenforschung der Mangelerscheinung. Den Grund des Eisenmangels zu kennen, gilt als Grundvoraussetzung, um diesen zu verhindern.

 

Eisenmangel – Werte aus dem Labor

Bei einer typischen Anämie aus Eisenmangel erniedrigt sich der Hämoglobinspiegel. Die roten Blutkörperchen, Erythrozyten, verkleinern sich und beinhalten weniger roten Blutfarbstoff. Des Weiteren deuten Befunde von Betroffenen auf einen akuten Vitamin- und Folsäuremangel hin. Den klarsten Hinweis stellt der Größenunterschied der Erythrozyten dar. Patienten mit einem Eisenmangel verfügen über einen erniedrigten Ferritinwert. Anfänglich verschreiben Ärzte Eisenpräparate, die das Eisen im Organismus steigern und speichern. Diese Präparate gibt es in Form von Tabletten und Flüssigkeit.

 

Die Behandlung der Mangelkrankheit

Bei jeder Art von Anämie suchen die Betroffenen ihren Hausarzt auf. Schließlich fungiert eine Mangelerscheinung als Vorstufe ernster Krankheiten. Bei einer ersten Untersuchung schließen Mediziner einen Tumor oder chronische Blutungen, die zu dem Eisenmangel führen, aus. Bei einer Therapie beheben Mediziner den Mangel an Eisen durch Medikamente oder Diäten. Zu den Diäten gehören Eisenpräparate als Nahrungsergänzungsmittel. Helfen diese dem Patienten nicht, kommt es zu einer Bluttransfusion. Alternativ führen Experten das Eisen intravenös in den Organismus. Eisentabletten nehmen Patienten oral ein, während sie einige Kapseln durch den Darm einführen. Blutkonserven für eine über die Venen durchgeführte Substitution von Eisen enthalten in der Regel verschiedene Erythropoese-Formen.

 

Eine Anämie durch einen niedrigen Eisenspiegel bildet eine Mangelkrankheit. Dabei fehlen den roten Blutkörperchen die Eisenelemente, die sie zur Bildung von Hämoglobin benötigen. Ursachen dafür liegen in chronischen Erkrankungen und Traumata.

 Eisenmangel & Ernährung

Eisenmangel und ErnährungVegetarier brauchen einen Eisenmangel nicht zu befürchten, wenn sie viel frisches Obst und Gemüse, vor allem Rote Bete, Feldsalat und Hülsenfrüchte in ihren Speiseplan aufnehmen. In Verbindung mit Vitamin C wird pflanzliches Eisen sehr gut vom Körper aufgenommen.

Von der Einnahme freiverkäuflicher Eisenpräparate raten Experten ab, da die Gefahr einer Überdosierung mit möglichen Folgen auf das Herz-Kreislauf-System und einem erhöhten Krebsrisiko besteht. Wer sich ausgewogen ernährt und die Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, ist gegen einen Eisenmangel gut gerüstet.

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